⁄Jiu-Jitsu⁄
• Was ist eigentlich Jiu-Jitsu ?
Jiu-Jitsu ist eine uralte Kampfkunst der japanischen Ritter, der Samurai.
Sie diente hauptsächlich dazu, den Kampf nach einem Verlust der Waffen fortführen zu können. Jiu (Ju) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jitsu (Jutsu) bedeutet Kunst oder Kunstgriff.
Jiu Jitsu ist demnach die Kunst der Kraft des Gegners nachzugeben und sie somit ins Leere zu leiten. Offiziell nach Deutschland kam Jiu-Jitsu 1906, als zwei Kreuzer der japanischen Marine Kiel besuchten.
Dort führten die Mannschaften dem deutschen Kaiser Jiu Jitsu Techniken vor. Daraufhin wurde für die Militärturnanstalt Berlin und die Kadettenanstalt Lichterfelde die Einstellung eines Jiu Jitsu Lehrers verfügt.
In Berlin wurde zur gleichen Zeit von Erich Rahn, der durch die Handelsbeziehungen seines Vaters mit China und Japan Jiu Jitsu erlernt hatte, eine Jiu Jitsu Schule eröffnet. Hier konnte jeder interessierte Bürger die Kunst der Selbstverteidigung erlernen. Seine Schüler Alfred Rhode und Max Hoppe gründeten die ersten Vereine.
1932 fand die erste internationale Judo und Jiu Jitsu Sommerschule in Frankfurt unter der Leitung von Alfred Rhode statt. Dazu waren auch vier hochrangige japanische Lehrer angereist. Gemeinsam kam man zur Erkenntnis, dass Jiu Jitsu die wirkungsvollere Selbstverteidigung, jedoch Judo besser für den Wettkampf geeignet sei.

